STOPUNDGO
10. Oktober 1999 - 07. Mai 2000
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Saison
Am 10.November 1999 um 18 Uhr eröffnete die singuhr - hoergalerie in parochial zwei Klanginstallationen von Erwin Stache im U-Bahnhof Klosterstraße (Linie U2). Erstmals präsentiert damit die singuhr - hoergalerie in ihrer Winterpause ein Klangkunstprojekt außerhalb der Parochialkirche im öffentlichen Raum.
Täglich bis zum Betriebsschluß können Fahrgäste auf dem U-Bahnhof Klosterstraße konkrete Klänge entdecken, zusammensetzen oder verändern.
An den Glasfenstern des unbesetzten Zugabfertigerhauses in der Bahnhofsmitte sind Piktogramme von Händen angebracht. Bei Berührung der Piktogramme werden unterschiedliche konkrete Klänge (Gesprächsfetzen, Ansagen, Signaltöne, U-Bahn-Geräusche, u.a.) ausgelöst und über versteckte Lautsprecher abgestrahlt. Gleichzeitig können aber auch Umgebungsgeräusche aufgenommen und verwandelt wieder erklingen. Bei mehrmaligem Berühren können die Benutzer Tonhöhe und Rhythmus der ausgelösten Klänge verändern und die Klangfelder spielerisch neu zusammenfügen.
Eine weitere Klanginstallation befindet sich am Bahnhofsausgang Grunerstraße. Die Passanten betreten mit der Treppe zur Straße einen von E. Stache installierten harmonischen Klangraum. Der Klang ist weich (Sinustöne) und leise. Beim Treppenauf- oder abstieg verstimmt sich dieser Grundklang. Die Töne geraten aus dem Lot, der Klang verändert sich, die ursprüngliche Harmonie verschwindet. Entfernt man sich vom Ort, entsteht langsam wieder der klare ‘schöne’ Klang. Die Entfernung zwischen Harmonie und Disharmonie wird gleichzeitig über sichtbare Messinstrumente angezeigt.
«STOPUNDGO - zwei Klanginterventionen im U-Bahnhof Klosterstraße« sind bis 7. Mai 2000 in Betrieb.
Mit Unterstützung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Stiftung Kulturfonds, Initiative Neue Musik Berlin, Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Besonderer Dank an ContribNet, Tripple AAA, cyan