Akio Suzuki
oto - date berlin 2026
Permanente Installation im öffentlichen Raum
Klosterviertel, St. Elisabeth-Kirche, daadgalerie, silent green


Straßenkarte oto - date (PDF)


Seine erste „oto - date“-Arbeit präsentierte der japanische Künstler Akio Suzuki 1996 beim Festival sonambiente in Berlin. Seither sind „oto - date“ – zu deutsch: Echo- bzw. Klangpunkt – fester Bestandteil in Akio Suzukis Werk. Die Echopunkte, die er durch ein Piktogramm auf dem Boden kennzeichnet, in dem Fußform und Ohrform miteinander verwoben sind, markieren besondere Orte – Orte, an denen Suzuki die klanglichen und atmosphärischen Eigenschaften der Umgebung auf eine spezielle Art und Weise konzentriert erscheinen. In „oto - date berlin 2026“ finden sie sich an atmosphärisch, visuell und klanglich sehr unterschiedlichen Orten im Klosterviertel, an der Elisabethkirche, der daadgalerie und im silent green, den Orten des Festivals singuhr XXX – 30 Jahre Klangkunst in Berlin. Die markierten Punkte geben nicht nur den genauen Standort, sondern durch das „oto - date“-Piktogramm auch die Richtung des Hörens und Sehens vor. Sie sind das Ergebnis eines bewusst subjektiven akustischen Aneignungsprozesses des Stadtraums. Vordergründig ist das zu hören, was immer zu hören ist. Suzukis Echopunkte aber schenken Orten eine besondere Aufmerksamkeit und heben sie aus ihren alltäglichen funktionalen und städtebaulichen Zusammenhängen hervor. Suzuki versteht dies als eine Aktion, die die Sinne schärfen kann. „In eine bestimmte Richtung zu hören und zu sehen, die ausgewiesen ist, ist eine unalltägliche, erfrischende Aktion“, schreibt Suzuki. „Ein Vorschlag, auf den markierten Stellen stehenzubleiben und die Sinne zu öffnen.“

Akio Suzuki: oto - date, Foto: Roman März



Akio Suzuki

Seit seiner berühmten Aktion „Throwing Objects Down a Staircase“ am Bahnhof von Nagoya im Jahr 1963 und den darauf folgenden Self-Study Events, in denen er die Prozesse des „Werfens“ und „Folgens“ in der Natur erforschte, hat sich Akio Suzuki dem Hören als künstlerische Praxis verschrieben. In den 1970er Jahren schuf er eine Reihe verschiedener Instrumente und begann, auf diesen zu spielen, darunter das Echoinstrument Analapos. 1988 eröffnete er mit einer vierundzwanzig Stunden langen Performance seine erste große Installation im Außenraum „Space in the Sun“ in der Natur exakt auf dem Meridian, der durch Amino in Kyoto verläuft. 1996 startete er sein Projekt „oto - date“, in dem er nach Echo-Punkten in städtischen Umgebungen sucht. Suzuki ist an vielen Veranstaltungsorten und Musikfestivals weltweit aufgetreten und hat dort ausgestellt, darunter bei der Documenta 8 (Deutschland, 1987), im British Museum (2002), im Musée Zadkine (Frankreich, 2004), im Kunstmuseum Bonn (Deutschland, 2018) und im Museum of Contemporary Art Tokyo (2019).

Veranstaltet von singuhr e.V.
Gefördert vom Musikfonds e.V. mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Mit Unterstützung von:
Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Toshiaki Ogasawara Memorial Foundation, Kulturbüro Elisabeth, Silent Green
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